07.04.2018 | 16:00
FC United Zürich
FC Köniz

Nullnummer in Zürich

Der FC Köniz kommt bei FC United Zürich nicht über ein 0:0 hinaus.

Es war ein prächtiger Nachmittag in Zürich - der bisher wärmste Tag dieses Jahres. Das Wetter war allerdings auch schon das Beste was der Tag zu bieten hatte.

Beide Mannschaften starteten verhalten in das Spiel, wobei Köniz nach gut 12 Minuten in Führung hätte gehen können. Nach einer Ecke von Neto Gomes kam Sadiki am zweiten Pfosten frei an den Ball. Sein Schuss ging allerdings ans Aussennetz. Charakteristisch für dieses Spiel, dass der Abschlussversuch eines Abwehrspielers bis zur Halbzeit die beste Offensivaktion des Spiels bleiben sollte.

Sieben Minuten später (19.) hätte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt zeigen können. Naili wurde in einem Zweikampf unsanft zu Boden gerissen. Zumindest eine strittige Situation, in welcher sich die United-Spieler nicht hätten beschweren können, wenn der Pfiff ertönt wäre.
Schiedrichter Gut hatte für den Rest der Partie keine grossen Herausforderungen mehr und so blieb es bis zur Halbzeit ein ereignisloses Kräftemessen.

Druck über Aussen
In der Halbzeitpause reagierte Köniz und brachte den wirbligen Miani für Neto Gomes, der vor allem in den letzten fünf Minuten mit zwei Einzelaktionen (85. und 87.) für die Entscheidung in diesem schwachen Spiel hätte sorgen können.
Zuvor hatte Guto in der 73. Minuten eine glänzende Gelegenheit sich als Torschütze auszuzeichnen, als sein Freistoss aus 20 Metern knapp über das Tor flog.
Letzlich blieb es bei einem 0:0-Unentschieden. Auch wenn die Enttäuschung auf Seiten der Könizer riesengross war, so muss man doch zur Erkenntnis gelangen, dass das Bavois-Spiel unter der Woche viel Substanz gekostet hatte.

Wenn man sich die Tabelle anschaut, wäre ein Sieg goldwert gewesen. Mit weiteren drei Punkten hätte sich Köniz in der Spitzengruppe festbeissen können, wäre den eigenen Ansprüchen gerecht geworden und hätte sich für die bevorstehenden Spiele ein wenig Luft verschaffen.
Nichtsdestotrotz gilt es aus diesem Spiel die richtigen Schlüsse zu ziehen, das Spiel zu analysieren und sich auf das Derby gegen Breitenrain vorzubereiten und sich auf viele Zuschauer zu freuen.

Man Of The Match

Marko Dangubic
8
Stimmen
FC United Zürich
1 Andrea Guatelli
5 Robin Gloor79'
6 Stefano Geri
10 Danijel Stefanovic73'
13 Stefano Milani
24 Luca Pipoli68'
2 Nedim Sacirovic
7 Thomas Schiavano83'
12 Michael Siegfried
17 Gianluca Calbucci
20 Erhan Yilmaz81'

Auf der Bank

23Dominik Schütz
8Patrick Mäder
11Diego Giuffrida81'
14Holifryde Nsiala68'
26Tomi Saarelma
16Michele Longo
18Vernon Doe83'

Trainer

Andy Ladner
FC Köniz
23Christian Schindler
2Marco Stauffiger
3Imanol Carrasco
20Laurant Sadiki
88Ilker Tugal
8Samir Naili
10Guto Cappellini74'
11Neto Gomes46'
29Hisham Emurli
12Altin Osmani63'
17Marko Dangubic

Auf der Bank

30Dominique Aebi
6Mattia Cinquini
18Valérian Boillat63'
25Alejandro Henzi74'
77Cristian Miani46'

Trainer

Bernard Pulver

Vorschau: FC United Zürich

FC United Zürich ist die grosse Unbekannte dieser Liga. Der 1985 gegründete Fussballclub hatte im Jahr 2012 das Fernziel "Schweizer Meister 2018" ausgerufen. Die bittere Realität: nach einer schwachen Saison 2016/17 stieg der kommende Gegner sportlich eigentlich ab. Dank des freiwilligen Rückzugs des FC Le Mont bekamen die Zürcher eine neue Chance weiterhin in der Promotion League zu verbleiben.
Seither wirbt United auf ihrer Webseite damit, der "offizielle Verein der Profispielervereinigung SAFP (Swiss Association of Football Players)" zu sein und hat sich die "Aufgabe gesetzt der Klub für die Spieler zu werden".

War man in der Vorrunde noch deutlich abgeschlagen und mit 6 Punkten aus 17 Spielen am Tabellenende angekommen, scheint man sich in der Rückrunde kräftig gegen den Abstieg zu wehren. Aus den letzten drei Spielen resultierten 9 Punkte gegen Bavois (1:0), bei Old Boys (1:0) und in Brühl (3:2). Allesamt wertvolle Siege für die Moral und gegen den Abstieg.
Wer die Zürcher auf die leichte Schulter nimmt, der wird aufgrund der zuletzt positiven Resultate selbst schmerzhafte Erfahrungen mit dem Gegner machen.

Scott Chipperfield als Assistenztrainer
In der Winterpause haben sage und schreibe 15 (!) neue Spieler zu United gewechselt. Die bekanntesten Neuzuzüge sind Michael Siegfried vom FC Aarau (ex-Thun) und der zuletzt vereinslose Andrea Guatelli (ex-FCZ). Doch noch prominenter besetze United die Rolle des Assistenztrainers: die ehemalige FC Basel-Legende Scott Chipperfield entschied sich kurzerhand bei den abstiegsbedrohten Zürchern mitzumachen und den Abstieg mit vereinten Kräften zu verhindern.
Doch nicht nur die Vielzahl an Neuverpflichtungen ist bemerkenswert - auf der Seite der Abgänge stehen 14 Namen. Einer davon wechselte sogar in die serbische Super League.

So oder so: will man sich in der Spitzengruppe etablieren ist für Köniz ein Sieg in Zürich sowieso unumgänglich. Diese spannende Herausforderung gilt es zu meistern.
In der Vorrunde setze sich Köniz noch problemlos mit 6:0 (Tore: Eigentor Tahiri, Guto, Boillat, Huvos, Miani, Neto Gomes) durch. Dieses Mal wird der Widerstand deutlich grösser sein.

Letzte Saison konnte Köniz das Auswärtsspiel in Zürich für sich entscheiden.

21. September 2016 | FC United Zürich - FC Köniz 0:2 (Tore: Osmani, Kasaï).
8. April 2017 | FC Köniz - FC United Zürich 0:0 (Tore: keine).

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Christian Schindler
10% 2
Imanol Carrasco
0
Ilker Tugal
0
Laurant Sadiki
0
Marco Stauffiger
0
Samir Naili
15% 3
Guto Cappellini
0
Neto Gomes
25% 5
Hisham Emurli
0
Altin Osmani
0
Marko Dangubic
40% 8
Cristian Miani
0
Valérian Boillat
10% 2
Alejandro Henzi
0